Verteidigung

Die Haie stehen zur Nato. Die Friedensbewegung im letzten Jahrhundert, die Denkmodelle, wie oft wir gegenseitig die Erde in die Luft jagen könnten und wie unmenschlich und verschwenderisch diese Hochrüstung ist, beeinflussen uns weiterhin. Wir sehen vollkommen ein, dass der Westen sich leider der modernen Waffenentwicklung nicht entziehen kann. Unsere Truppen müssen einsatzbereit, schlagkräftig, modern und abschreckend bleiben. Die Haie setzen insgesamt klar auf eine militärische Politik der Stärke. Gleichzeitig fordern wir ein defensives, sensibles und demütiges Agieren im militärischen Bereich.

Eine weitere Erhöhung der ohnehin hohen Ausgaben für das Militär in den Nato-Ländern halten wir für falsch. Die pauschale Forderung, Deutschland müsse zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung, Waffen und die Nato ausgeben, ist unangemessen, denn dabei wird offenbar außer Acht gelassen, wie hoch das BSP insgesamt ist.
Wir finden es wichtig und legitim, Ausgaben für Bildung, Entwicklungshilfe und Soziales mit Ausgaben für das Militär zu vergleichen. Es ist richtig, hier unterschiedliche Prioritäten zu setzen und darüber zu streiten, ob nicht eine neue moderne Forschungsanstalt oder eine innovative Schule in einem sozialen Brennpunkt wichtiger sein könnten als 25 Panzer. Trotzdem wollen wir uns in dieser Frage nicht festlegen, sondern erkennen demütig an, dass große militärische Gefahren in der Welt lauern. Ein James-Bond-Szenario, wonach ein übergeschnappter Schurke eine Millionenstadt auslöschen könnte, ist für uns kein paranoider Gedanke, sondern realistische Möglichkeit.Die Haie würden außerdem eine Verbesserung des Verhältnisses zu Russland sehr begrüßen. Die Haie erkennen fair an, dass der Westen faktisch seit 1989 militärisch immer näher an die russische Grenze gekommen ist. Der russische Präsident Putin hat 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz nachvollziehbar zum Ausdruck gebracht, dass dies die Russen belastet.