Außenpolitik

Nationalismus
Die Haie sprechen sich klar gegen Nationalismus und jegliche Aktivitäten zu Grenzverschiebungen in Europa aus. Es ist Konsens unter Friedenswilligen, dass Nationalismus ein falscher Weg ist. Wenn einzelne Regionen in Europa damit Erfolg hätten, würde dies eine massive Ermunterung zur Nachahmung darstellen. Allein in Europa haben wir genug Regionen, in denen ein Nationaler-Konflikt jederzeit aufbrechen könnte. Dass sich eine Region illegal per Abstimmung von einem Staat lossagt, kann und darf nicht hingenommen werden. Die Haie setzen sich dafür ein, dass die immense Gefahr solcher Bestrebungen erkannt wird.

Wir Europäer müssen ganz klar zum Ausdruck bringen, dass Autonomie-Möglichkeiten nur innerhalb von bestehenden Grenzen verhandelt werden dürfen. Föderale Strukturen, Kantone, Bundesländer, Regionen innerhalb eines Landes sollen bestmöglich genutzt werden, um die gewachsene Vielfalt der Kulturen abzubilden, um Sprachen, Dialekte oder Traditionen zu bewahren. Legitime Ansprüche von Regionen an Selbstbestimmung und Autonomie dürfen innerhalb der heutigen Grenzen gewaltfrei und demokratisch artikuliert werden.

Außenpolitischer Kurs

Das Verhältnis zu Israel ist fair und solidarisch. Es ist für allezeit unumstößlich, dass die deutsche Bevölkerung und ihre politische Führung im Dritten Reich an der jüdischen Bevölkerung Europas einen Völkermord begangen hat. Es ist wichtig, auch unsere Kinder immer wieder über diese unfassbaren Verbrechen aufzuklären. Dennoch betrachten wir die israelische Innen- und Außenpolitik kritisch. Wir sind der Meinung, dass es nur Frieden geben kann, wenn die Palästinenser einen eigenen Staat bekommen.

Nichteinmischung in die Politik anderer Nationen
Es war falsch, oft forciert durch unseren wichtigen Partner USA, militärisch auf eine Änderung der politischen Systeme im arabischen Raum einzuwirken. Im Fall des Iraks hat der mit falschen Anschuldigungen entfachte Flächenbrand den Islamischen Staat als Terror-Organisation von Sunniten mit entstehen lassen. Aus diesen und anderen Fehlern müssen wir lernen.
Die Haie rechnen es dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama hoch an, dass er sich gegen ein brachiales Eingreifen im Syrien-Krieg entschieden hat. Natürlich bleibt offen, ob ein Eingreifen zu einem schnelleren Ende des Krieges geführt hätte. Trotzdem ist es ein richtiges Signal sich herauszuhalten.

Die Haie stehen für eine friedliche und defensive Außenpolitik. Wir gestehen anderen Ländern und Regionen ihre eigene Entwicklung zu.

Natürlich wird es aber immer legitim sein, demokratische, an Menschenrechten und Frieden interessierte Kräfte zu unterstützen.

Entwicklungshilfe
Die Haie setzen sich für eine Aufstockung der Entwicklungshilfe ein. Außerdem gilt es, beim Handel mit wirtschaftlich schwächeren Ländern und Regionen verantwortungsbewusst und fair zu sein. Dies sollte immer wieder von einer Art europäischem Fairtrade-TÜV geprüft werden.

Die Haie wollen sich aber auch nichts vormachen. Natürlich dient Handel auch der Gewinnmaximierung, und das ist absolut in Ordnung. Es muss für beide Seiten passen. Wir wehren uns gegen eine inflationäre Selbstbezichtigung und ein vor sich Hertragen einer vermeintlichen Schuld in den wirtschaftlichen Kontakten mit Afrika. Kolonialismus ist Vergangenheit und begangene Sünden muss man nicht stetig thematisieren.

Wir müssen auch an unsere Wirtschaft und unsere eigenen Interessen denken! Ähnlich wie in der Flüchtlingspolitik ist ein normaler Egoismus absolut legitim und gefordert.